Internationale Konferenz zu früher MINT-Bildung in Berlin

„International Dialogue on STEM“ (IDoS)

Am 2. und 3. November 2017 versammelten sich mehr als Hundert Fachleute aus Praxis, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik aus 29 Ländern zum „International Dialogue on STEM“ (Internationaler Dialog über MINT – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) in Berlin. Eingeladen hatten die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und die Siemens Stiftung. In Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Arbeitsgruppen diskutierten Expertinnen und Experten die Leitfragen:

Bild von Prof. Dr. Andreas Schleicher als Vortragender
© Stiftung Haus der kleinen Forscher/René Arnold
Prof. Dr. Andreas Schleicher, PISA-Forscher und OECD-Direktor für Bildungsfragen

Welche Fähigkeiten und Kompetenzen brauchen Kinder für eine lebenswerte Zukunft und wie können sie bei deren Erwerb unterstützt werden?

„Kreatives Denken ist unverzichtbar in einer Zeit, in der Bildung durch digitale und technische Fortschritte einen hohen Inflationsgrad aufweist“, sagte etwa der PISA-Forscher und OECD-Direktor für Bildungsfragen, Prof. Dr. Andreas Schleicher, in seinem Vortrag. „Die Fähigkeit, sich selbstständig neues Wissen zu erarbeiten, über das Bestehende hinauszudenken, das ist heute die entscheidende Fähigkeit und die muss man lernen.“
Dazu trage die frühe kreative Beschäftigung mit Natur und Technik wesentlich bei.

© René Arnold

Nicht nur Deutschland, auch alle anderen Länder müssen zügig die Erfahrungen aus bereits bestehenden Bildungsprojekten zu nachhaltiger Entwicklung nutzen und systematisch im Bildungssystem verankern.

Dr. Verena Metze-Mangold, damalige Vizepräsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission

In den anschließenden Arbeitsgruppen wurden unter anderem ein erweiterter MINT-Begriff („STEM & More“) und frühe informatische Bildung thematisiert sowie die Frage, wie forschendes Lernen gestärkt werden kann. Einhellig waren die Expertinnen und Experten der Ansicht, dass auch die Idee nachhaltiger Entwicklung integraler Bestandteil der frühen Bildung sein sollte. „Nicht nur Deutschland, auch alle anderen Länder müssen zügig die Erfahrungen aus bereits bestehenden Bildungsprojekten zu nachhaltiger Entwicklung nutzen und systematisch im Bildungssystem verankern“, sagte dazu Dr. Verena Metze-Mangold, damalige Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission und Schirmherrin der Konferenz.

Wie eine frühe Beschäftigung mit Naturwissenschaft und Technik auf hohem Niveau für weltweit möglichst alle Kinder realisiert werden kann, war ein weiteres Thema in Berlin. „Die Diskussionen mit Akteuren, Wissenschaftlern und Entscheidern aus aller Welt haben gezeigt, dass die frühe naturwissenschaftliche Beschäftigung, gleich in welchem Land, nur dann nachhaltig Wirkung für die Kinder zeigt, wenn sie auch qualitativ hochwertig ist“, erläuterte Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Keynote von Dr. Auma Obama (Sauti Kuu Foundation).

Impressionen zur Konferenz

Der „International Dialogue on STEM“ 2017 soll den Auftakt zu einer Konferenzreihe bilden. Die nächste Konferenz ist für 2019 geplant. Ziel ist es, ein globales Forum zu füher MINT-Bildung zu etablieren, das den internationalen Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis über frühe MINT-Bildung fördert und den Austausch über Best Practices und Qualitätssicherung verbessert.

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Tag der kleinen Forscher

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